„DISCLOSURE DAY“ Filmkritik: Die Mutter aller Alienfilme

Kam es 1947 in Roswell, New Mexico zu einem Absturz eines UFO? Diese Frage beschäftigt seitdem die Populärkultur und wurde in zahlreichen Büchern und Filmen thematisiert. Nicht nur Regisseur Steven Spielberg ist seit jeher davon überzeugt, dass das Universum nicht nur für uns alleine da ist. Selbst in der US-Politik sorgt das Thema immer wieder für Debatten. Rechtzeitig als das Pentagon neuerlich bisher geheime und unerklärliche Aufnahmen von nicht näher definierten Flugobjekten veröffentlicht, kommt mit DISCLOSURE DAY ein Film in die Kinos, der eine eindeutige Antwort darauf hat.

★★★★

Mit Emily Blunt, Josh O’Connor, Colin Firth, Eve Hewson, Colman Domingo Regie Steven Spielberg Ab 12 Jahren Länge 145 Min.

Josh O’Connor in DISCLOSURE DAY von Steven Spielberg

Kurzkritik

Schwarze Limousinen mit Agenten in ebenso schwarzen Anzügen rasen im Auftrag der Regierungsorganisation WARDEX durch die Landschaft. Deren Chef Noah Scanlon (Colin Firth) ist mittels Alientechnologie auf der Jagd nach einer Splittergruppe, die es sich zum Ziel gesetzt hat, die Menschheit mit einer Wahrheit zu konfrontieren, die den Lauf der Dinge verändern könnte.

Die Welt steht kurz vor dem dritten Weltkrieg, als die Wettermoderatorin Margaret (Emily Blunt) eine seltsame Begegnung mit einem Vogel hat. Seitdem ist sie in der Lage mehrere Sprachen zu sprechen und während ihres TV-Auftrittes passiert etwas, das nicht nur WARDEX auf den Plan ruft, sondern Margaret folglich mit Daniel (Josh O’Connor) zusammenführen wird. Er besitzt geheime Dokumente und etwas scheint ihn mit Margaret zu verbinden. Beschützend im Hintergrund wirkt Hugo Wakefield (Colman Domingo), der Anführer einer Gruppe, die sich einst von WARDEX gelöst hatte.

DISCLOSURE DAY steuert auf ein Ziel zu. Der Name verrät es. Die Frage nach außerirdischem Leben ist fester Bestandteil der Filmografie von Steven Spielberg. Wie es im Film so schon heißt: Es wäre eine Verschwendung, wenn Gott das alles nur für uns erschaffen hätte. Insgeheim hofft auch der Regisseur auf den „Tag der Wahrheit“ (so der deutsche Zusatztitel). Immer wieder war davon die Rede, dass sich Spielberg eine kindliches Gemüt bewahrt hat und mit großen staunenden Augen die Welt betrachtet. In seinem neuesten und wie es aussieht seit längerem erfolgreichsten Film kann man das wieder stark spüren.

Die Story spielt zwar in einer fiktiven von Social Media geprägten Gegenwart, ist von der Thematik aber näher an den Filmen der 1980er und 1990er Jahre. Damals hätte mich der Film wohl auch mehr abgeholt.

Am Ende, wenn die Welt tatsächlich für einen Moment still zu sehen scheint, stellt DISCLOSURE DAY die Frage in den Raum, was eine solche Erkenntnis wohl für Auswirkungen auf unser Miteinander haben könnte. Auf uns als Spezies, die zur Selbstvernichtung neigt.

DISCLOSURE DAY – Der Tag der Wahrheit
Ab 12 Länge 145 Min.
Regie Steven Spielberg Drehbuch David Koepp Kamera Janusz Kamiński Schnitt Sarah Broshar Musik John Williams Mit Emily Blunt, Josh O’Connor, Colin Firth, Eve Hewson, Colman Domingo


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